IMPULS

2020_10_10_b_Stofftiere (c) Chr. Simonsen

Keller aufgeräumt, Platz geschaffen in der Wohnung für ein kleines Stück Kindheit und erkannt: Vergangenheit bleibt gegenwärtig.

 

Sich immerwährenden Fragen gestellt:

  • Was in Kindertagen Wirklichkeit war, heute einer Naivität preisgegeben?
  • Glauben, in Zeiten von fake News und Trump-Geschichten: naiver Irrsinn?
  • Glauben heute: ein Lebenskonstrukt für Träumer?
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„Da wird der Wolf beim Lamm wohnen und der Panther beim Böcklein lagern. Kalb und Löwe werden miteinander grasen, und ein kleiner Knabe wird sie leiten. Kuh und Bärin werden zusammen weiden, ihre Jungen beieinanderliegen, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. Und ein Säugling wird spielen am Loch der Otter, und ein kleines Kind wird seine Hand ausstrecken zur Höhle der Natter. Man wird weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land ist voll Erkenntnis des Herrn, wie Wasser das Meer bedeckt.“ (Jesaja 11,6-9)

 

Wie sagte es die diesjährige Literaturnobelpreisträgerin Louise Glück? „Glaubensfragen werden auf dem Friedhof beantwortet“. Und irgendwo anders las ich: „Ich habe mich dazu entschieden zu glauben“.

 

Das kann ich auch für mich sagen: ‚Ich habe mich entschieden zu glauben‘. Und diese Entscheidung lässt mich jeden Tag fragen: Was tue ich, dass meine Kindheitserfahrungen Gegenwartserfahrungen werden? Die Antwort darauf erhalte ich wohl erst auf dem Friedhof oder wo immer ich begraben werde. Dieses Risiko geh ich ein.

 

 

 

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