Ausstellung: Zwischen Himmel und Erde

Arbeiten von Wolfgang Speen

Plakat Ausstellung (c) Wolfgang Speen
Plakat Ausstellung
Freitag, 29. November 2019 - Freitag, 3. Januar 2020

Zwischen Himmel und Erde

Ausstellung von Wolfgang Speen in der CityKirche Mönchengladbach vom 29.11.2019 bis 03.01.2020.

 

Unter dem Titel „Zwischen Himmel und Erde“ sind ab 29. November (Eröffnung 19 Uhr) in der CityKirche am Alten Markt in Mönchengladbach zum Teil großformatige und im Kirchenraum schwebende Bilder des Mönchengladbacher Künstlers Wolfgang Speen zu sehen (bis 3. Januar 2020).

Sakralbauten sind der „Brückenschlag“ zwischen Himmel und Erde, Gott und Mensch. Sie sind Orte der Geborgenheit, der Zusammenkunft und der inneren Einkehr. Zugleich sind sie Orte des Lichts als Metapher für das, was wir nicht wissen können: Geheimnis des Glaubens – Geheimnis des Lichts. Ohne Licht ist das Sakrale nicht zu denken. Ohne das Licht verlieren auch Farbe und Materie ihre Wirkung.

Zwischen Himmel und Erde bewegen sich auch die Bilder von Wolfgang Speen (Jahrgang 1958), in denen Farben und bildfremde Materien wie Stein- und Marmormehl sowie Erden aus Südafrika, Island, den Malediven und Azoren in einen Dialog treten. Die Entstehung seiner Bilder ist offen und prozessual angelegt. Die meisten Bilder werden im Entstehungsprozess immer wieder neu bearbeitet, aufgebaut, wieder abgewaschen und mit Spachteln und Rakeln, mitunter auch mit den Händen abgeschabt und durchkämmt. Die auf dem Bildträger entstehenden Narben und Wunden sind Ausdruck des gelenkten Zufalls. Es ist eine permanente Dialektik von Schöpfung und Zerstörung.

Die Auseinandersetzung mit Kunst ist für Wolfgang Speen, der Kunst und Germanistik studierte, stets auch eine Begegnung in der Sprache. So offenbart sich die Bildhaut der Arbeiten in ihrer unterschiedlichen Beschaffenheit aus Reliefstrukturen, Farbtexturen und Verknotungen, aber auch aus glatten, transparenten Schichten als Träger einer Bildsprache. Untermauert wird die Arbeit durch Bildtitel, die in Analogie zu den Farbklängen entsprechende Klanglaute aufgreifen. Fantasiebegriffe wie Sakkum, Fydor, Gerum oder Athos entziehen sich, wie das Bild selbst, einer konkreten Deutung. Sprachbild und Bildsprache erschliessen sich über die reine Assoziation, sozusagen als Welt-Innenbilder.